Rheingold – Der Film
Als künstlerische Leitung für das einmalige Kooperationsprojekt (Staatsoper Hannover, MusikZentrum Hannover und TVN Group Film & TV Productions) konnte die Regisseurin Franziska Stünkel gewonnen werden. Als leitende Dozentin entwickelte sie das Drehbuch zu den vier Filmclips unter Zusammenarbeit mit Ulrich Lenz, dem Chefdramaturgen der Staatsoper Hannover. Das spannende an diesem Projekt war die Umsetzung der Geschichte des Rheingoldes aus der Tetralogie „Der Ring des Nibelungen“ in die Moderne, jugendaffine Zeit. Auch in den Musikclips geht es um Liebe und die Macht, das Streben nach Ruhm. Als Stilmittel dient jedoch die allgegenwärtige Präsenz in den Medien: Fernsehen, DVD und Zeitung stellen die Machtsymbole dar. Gedreht wurde in den Monaten April und Mai an unterschiedlichen Orten in Hannover. Die Rheintöchter tanzen ein anmutiges Wasserballett, diese Szenen wurden in dem Fössebad Hannover in aufwendigen Nachtdreharbeiten aufgenommen. Die Staatsoper, das ehemalige Gelände der Continental mit abbruchreifen Industriehallen und ein Fernsehstudio stellten u.a. die Kulissen. Den Drehtagen vorausgegangen war ein dreimonatiges, regelmäßiges Training in den Bereichen Kampfkunst, Wasserballett und Streetdrumming. Der musikalische Leiter, Christoph van Hal (u.a. Keyboarder und Trompeter von „Wir sind Helden“, Gründer von „Tanner“) erarbeitete mit einer jungen hannoverschen Band, den „Violent Girls“ die musikalische Grundlage für die Clips. Angelehnt an die „Wagnerschen“ Grundmotive entstanden Musiktitel in deutscher Sprache mit Hitpotenzial.
Nicht nur vor der Kamera, sondern auch hinter der Kamera standen junge Menschen. Bis zu 35 Auszubildende von TVN und dem MusikZentrum unterstützen Franziska Stünkel bei den Dreharbeiten und profitierten dabei von ihrem umfangreichen Wissen. Leider neigt sich diese intensive und spannende Zeit langsam aber sicher ihrem Ende zu. Das Endprodukt bildet eine DVD in der die Musikfilmclips eingebettet werden, die aber auch jede Menge Informationen über eine Operninszenierung enthält und als Lehrfilm an Schulen eingesetzt werden kann. Eine Dokumentation über die Entstehung der Clips mit Interviews einzelner Protagonisten rundet die DVD ab.
Informationen:
MusikZentrum Hannover, Sabine Busmann, Telefon: 0511-260 930 12 oder sabine.busmann(at)musikzentrum-hannover.de
Weitere Informationen zum Projekt gibt es auch hier.

