Schelmish / Herbstschmerz


Die hässlichen Kinder auf Tour 2010

Mit Dudelsack und E-Gitarre kreieren sie Heavy Bagpipe Punk.

Eine Band ist wie ein Kleinkind und es großzuziehen bedeutet eine Menge Arbeit und Nerven. Man steckt unendlich viel Herzblut, Schweiß und Tränen hinein und ist des Öfteren der Verzweiflung nahe. Doch es heranwachsen und sich entwickeln zu sehen und die vielen großartigen Momente, die man in dieser Zeit erlebt, machen all die Mühe wieder wett. Mit Schelmish ist es genauso. Dabei ist Schelmish nicht wie alle anderen Kinder. Die Band war immer etwas lauter, immer etwas direkter und immer etwas fetter, hässlicher und asozialer, als die Anderen – aber dabei grundsätzlich freundlich, ehrlich und liebenswert.

Rebellisch und vor Lebendigkeit sprühend erblickte Schelmish 1999 das Licht der Welt, als die Gründungsmitglieder Dextro, DesDemonia und Rims­bold begannen, einen Haufen verrückter Spielleute um sich zu versam­meln. Kind geblieben und doch voller Motivation und Tatendrang reisten die Musi­ker durch ganz Deutschland, um sich auf Mittelaltermärkten und Stadtfesten ihre Sporen zu verdienen. Mit ihrer lockeren und oftmals frechen Art schaff­ten sie es allerorts, das Publikum für sich zu gewinnen und mit lauten Dudel­säcken und mächtigen Trommeln bewaffnet, dem Volk das Tanzen beizu­bringen.

Wie Kinder auf Entdeckungsreise, waren die Schelme immer bereit Neues auszuprobieren und verschiedene Einflüsse in ihre Musik zuzulassen. So griffen die Musiker 2006 zu den E-Gitarren und mischten die gewohnte Dudelsackpower experimentierfreudig mit Elementen aus Punk, Metal, Rock und Electro. Diese werden mit überwiegend deutschen Texten gepaart, die auch zeitnahe Themen kritisch beäugen aber immer mit dem gewissen Fun­ken an Witz und Ironie überzeugen. Unangepasst und nie ein Blatt vor den Mund nehmend, wollen die Schelme aufrütteln, ohne jedoch mit mahnendem Finger da zu stehen. Der Name Schelmish steht dabei immer für eine ausge­lassene Party, zu der jeder eingeladen ist, der sich traut. Durch diese inno­vative Mischung heben sie sich klar von anderen Dudelsack-Rock-Bands ab. Mit dem Release der ersten „rockigen“ Schelmish-CD „Mente Capti“ war so­mit das Subgenre des „Heavy Bagpipe-Punks“ geboren. Auf dem aktuellen Album „Die hässlichen Kinder“ präsentiert sich die Bonner Band punkiger, ehrlicher und reifer denn je. 

Im Vorprogramm gibt es die Hannoveraner Herbstschmerz live zu erleben. Musikalisch nah an der EP „Herbstschmerz“ aus dem Jahr 2005 und doch gereift, wie nie zuvor, erreicht das Schaffen der sechs Musiker 2010 einen erneuten Höhepunkt. Die bezaubernde Stimme von Frontfrau Dani Larme d’un Rêve ist tragendes Element und wird unterstrichen von pulsierenden Riffs des talentierten Gitarristen Gix. Am Viersaiter legt Fraver Hall einen dichten Bassteppich unter die Kompositionen, der das kraftvolle Fundament der Musik bietet. Für einen ergänzenden, melodischen Moment stehen Sean O'Inis und Skandor, die an solch illustren Folk-Instrumenten wie Pipes, Bou­zouki, Akkordeon, Klarinette und noch so manchen mehr ihr Können unter Beweis stellen. René „The Metalmaster“ legt zu allem Vorangegange­nen mit seinem Schlagzeug eine gewohnt klangvolle Vielseitigkeit an den Tag, wie man sie eher selten antrifft.

www.schelmish.de 
www.myspace.com/schelmishband 
www.herbstschmerz.de
www.myspace.com/herbstschmerz

VVK: 14 € zzgl. aller Gebühren
AK: 18 €

 

 

 




MusikZentrum Hannover • Emil-Meyer-Str. 26 – 28 • 30165 Hannover • Tel.: 0511/260930-0 • Fax: 0511/260930-10 • EMail: info@musikzentrum-hannover.de