DAS Ausgrillen Festival 2010: Wohnraumhelden / Kleemann / Rauschenberger / Noch Ne Band / Der Schulz


Präsentiert von Rockszene.de

Deutsche Texte mit Pop, Rock, Alternative und ’ner Bratwurst dabei!
Das fehlende Bier gibt’s an der Theke zum kleinen Preis ...



Die Idee für dieses Festival entstand bei einem Gemeinschaftstrinken von Rockszene.de und Living Concerts – auf jeden Fall eine Garantie für jede Menge Spaß und gute Ideen. Im Laufe des Abends einigte man sich auf ein Line-Up aus Hannover, was so mit Sicherheit noch nie zusammengespielt hat und eigentlich nur einen gemeinsamen Nenner hat: deutsche Texte! Ge­dacht – getan, kurzum alle Bands fanden es klasse und so findet jetzt DAS 1. AUSGRILLEN FESTIVAL statt. Das Ganze zum sensationellen Eintritts­preis von 10 € inklusive Bratwurst oder vegetarischem Burger!

Da wären dann zuerst mal die Wohnraumhelden. Seit vier unglaublichen Jahren glauben sie an eine bessere Welt, kämpfen für eine bessere Welt und veranstalten im Namen der Göttin der Musik popkonzertive Wellnesskur­se. Sie singen von Liebe, Arbeit und dem besseren Verständnis für ihr eige­nes Geschlecht. Ja, man kann sagen, die Wohnraumhelden sind durch und durch Männer des guten Geschmacks, der auch hin und wieder mal schlecht sein darf, denn die Wohnraumhelden machen nicht nur alles, was ihnen Spaß macht, sie dürfen es auch. C-Punkt Stein Schneider, die Stimme der Vernunft (in seinem anderen Leben der roothaarigste Gitarrist von Fury In The Slaughterhouse) und B-Mann Mayor, der Vulkan der Romantik, setzen sich damit gern zwischen alle Stühle und manchmal wachsen dort eben Nes­seln. Um aber an dieser Stelle gleich für die Unwissenden dem Verdacht, die Wohnraumhelden seien eine Comedyband, vorzubeugen: Ihre Musik ist alles andere als Nebensache, denn beinahe jeder Song ist ein Ohrwurm, der im­mer eingängig und unverwechselbar bleibt.

Deutschrock – pur, markant und ehrlich, modern, aber alles andere als mo­disch, dafür steht Kleemann. Pünktlich zum zehnjährigen Bandjubiläum ha­ben Kleemann mit „Euphorie & Praxis“ Ende April ihr drittes Studio-Album veröffentlicht. Als eingängigen Pop-Rock mit fesselnden Texten könnte man ihre Songs beschreiben. Auf dem aktuellen Album sind es zudem wieder Kla­vier und Westerngitarre, welche die Kompositionen charmant und zurückhal­tend transportieren und der Stimme mehr Raum geben. Dabei klingen die elf neuen Songs ein wenig reifer, reduzierter und treffender, noch abholender, mitnehmender, von Illusionen bereinigter und doch lebendiger als auf den beiden Vorgängern. Die vergehenden Jahre lassen sich wohl auch in der Mu­sik nicht verheimlichen. Vielmehr werden sie entblößt, betrachtet, aufgelöst und als bittersüßer Sirup in die Tasse des Zuhörers gegossen. Eben nichts für nebenbei, nur für mittendrin.

Rauschenberger ist ein Geschichtenerzähler, ein Liedermacher der MTV-Generation, irgendwo zwischen Landflucht und Großstadtmelancholie. Seine Texte handeln von Suchen und Finden, Fortgehen und Bleiben, von erfüllten und zerplatzten Träumen. Kennengelernt hat sich die Band um Frontmann und Namensgeber Daniel im Sommer 2008 in Hamburg. Nach einer kurzen gemeinsamen Session war eines sofort klar: Hier muss mehr passieren! Nach monatelanger, intensiver Arbeit halten sie nun ihre erste CD in den Händen. Ein Debüt mit deutschem, im Indie verwurzeltem Gitarrenpop – gro­ße Melodien, druckvoller Bass und treibendes Schlagzeug inklusive. Musik, die eines vortrefflich versteht: live ebenso zu begeistern und zu ergreifen wie aus der Konserve. Wer ihn als Support für Revolverheld im April erlebt hat, versteht, warum er nach seiner Show sage und schreibe fast 100 CDs ver­kaufte, an immerhin 20 Prozent des Publikums im Saal.

„Noch ne Band, wie bescheuert“, denkt sich der Booker und versucht krampf­haft dem anderen in der Leitung klar zu machen, dass er jetzt nicht noch eine x-beliebige weitere Band anbietet, sondern, dass die wirklich so heißen. „Deutschen Rock mit Popeinflüssen machen die“, daraufhin der andere: „Schon wieder ne Schrammelband!?“ – „Nö, erfrischend charmant, mit Front­frau und auf die Glocke“. Sie röhren und rocken, trommeln und fetzen. Nix mit langweiliger deutscher Lala, die einem zu den Ohren wieder rauskommt – hier ist Action angesagt! Da wird aufs Schlagzeug eingedroschen, dass es kein Morgen mehr gibt, die zarte Frau am Bass rotzt ihr Instrument in Grund und Boden (auf dem sie sich ab und an auch ganz gern mal wälzt) und ein Gitarrist der spielt als stünden drei von ihm auf der Bühne. Eine Leidenschaft zur Musik, wie man es selten noch bei den jungen Bands sieht und garantiert tanzbar – sozusagen der Geheimtipp unseres kleinen Festivals.

Den Schulz dagegen sollte inzwischen fast jeder Hannoveraner kennen. Sein Albumdebüt erschien Ende letzten Jahres und darüber schrieb die MagaSce­ne völlig zu recht: „’Die Zeit ist reif dafür’, heißt es im Titelsong. Wie wahr: Die Zeit ist reif für ein so intimes, gefühlvolles, aber auch anklagendes Sin­ger-Songwriter-Album wie dieses Debüt-Werk von Daniel Schulz. In Zeiten von Krieg und Krise, Hartz IV und Habsucht sollte statt der Neujahrsanspra­che der Kanzlerin ein Song wie ‚Die wahren Asis’ gesendet werden; in Zeiten zunehmender sozialer Kälte zeigen ‚Liebe Sünde’ oder ‚Wenn Du Sonne siehst’, wie das Leben auch sein kann – und sein sollte. Großartiges Album!“

www.myspace.com/wohnraumhelden
 
www.klee-mann.de
www.myspace.com/martinkleemann 
www.myspace.com/rauschenbergermusik
www.myspace.com/nochneband 
www.myspace.com/dschulz


VVK:
10 € zzgl. Gebühren inkl. Bratwurst oder vegetarischem Burger
AK: 14 €




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